Tierwohl

TIERWOHL

Du suchst die grüne Wiese und den alten romantischen Fachwerkstall mit 2 Schweinen, 4 Hühnern und einer Kuh? Das gibt es bei uns nicht. Das gibt es aber auch nirgendwo anders. Unsere Tiere werden in modernen und fortschrittlichen Ställen gehalten aber halt nicht auf der grünen Wiese. Zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen setzen wir sehr umfangreiche Tierwohlmaßnahmen um, die in konventionellen Stellen nicht erreicht werden können. Auch darüber hinaus beim Transport und auch bei der Schlachtung, arbeiten alle Beteiligten daran, dass die Tiere mit Respekt und im Sinne des Tierwohls behandelt werden.

Auch in einem Stall kann man den Tieren ein artgerechtes Verhalten ermöglichen. Wir haben uns lange darüber Gedanken gemacht, wie viel Tierwohlmaßnahmen sinnvoll umzusetzen sind.

Jemand, der sich schon viel viel länger damit beschäftigt, ist Carl Ahrens-Westerlage: Unser Landwirt, der die SuperMeatBoy-Schweine hält. Schon im Jahr 2001 hat er seinen Stall umgebaut und setzt seit dem auf das Offenstallkonzept.

Die wesentlichen Vorteile:

Platz, mehr Platz, Offenstall

Die Schweine haben mindestens 45% mehr Platz. Es bleibt also für jedes Tier Freiraum, um sich zu beschäftigen. Schweine sind neugierig und aufmerksam – mehr Platz für Bewegung und Rumtrollen ist also sehr wichtig und wichtiges Standbein des Offenstallkonzeptes.

Spielzeug

Die Schweine können sich mit diversen Beschäftigungsmaterialien auf Zack halten. Das wird gern angenommen und tut den Tieren gut. Wenn die Äcker es hergeben, gibt es regelmäßig Zwischenfrüchte in die Ställe. Das beschäftigt die Tiere und schmeckt lecker.

Stroheinstreu

Auf der einen Seite des Stalles ist ein Strohnest, bei dem das Dach geschlossen und geöffnet werden kann. Im Sommer wird in diesem Nest weniger Stroh genutzt, sonst wird es zu heiß für die Schweine. Im Winter liegt hier eine dicke Strohschicht, daraus können die sich die Schweine ein Nest bauen. Die andere Seite des Stalls ist immer auf. Hier befinden sich Spaltenböden für Kot und Urin.

Wind und Wetter

Der Offenstall – wie der Name schon sagt – ist dauerhaft an den Seiten offen. Es gibt also keine Fenster für Tageslicht, weil es erst gar keine Mauer gibt. Die Schweine sind rund um die Uhr dem Tages- und Nachtrhythmus, den Temperaturen und der Witterung ausgesetzt. Im Sommer kann mit Wasserdüsen bei Bedarf gekühlt werden. Im Winter nutzen die Schweine das wärmere Strohnest – wenn überhaupt – denn Schweine können mit Kälte gut umgehen.

Ringelschwänze

Die verschiedenen Verbesserungen (siehe oben) haben den Effekt, dass den Schweinen der Schwanz nicht mehr kupiert werden muss, wie das sonst üblich ist. Das sogenannte „Schwanzbeißen“ tritt hier weniger auf.

Bei vielen weiteren Details konnte Carl auch Verbesserungen erreichen. Wenn Du Fragen im Detail hast, melde Dich gern bei uns. Wir stehen Rede und Antwort!

Der WDR war schon bei Carl im Stall zu Besuch und hat sich angeschaut, was genau bei uns anders aussieht. Schaut mal rein:

Offenstall

Haltung von Nutztieren im OffenstallAuf unserem Weg zu mehr artgerechter Haltung sind wir auf den Offenstallverein getroffen. Der korrekte Name ist: Verein zur Förderung der Offenstallhaltung bei Schweinen e.V. Der Verein wurde ganz bei uns in der Nähe in Osnabrück gegründet und hat schon den Weg in so manche große Zeitung gefunden. Die Mitglieder des Vereins setzen sich für eine bessere Haltung von Schweinen ein und fördern dabei insbesondere die Haltung im sogenannten Offenstall. Carl, der die Schweine für SuperMeatBoy hält, ist Gründungsmitglied in diesem Verein. Niko, der die Schweine für SuperMeatBoy schlachtet, ebenso!

Wir haben uns dem Verein angeschlossen und wirken aktiv mit. Bei SuperMeatBoy Produkten könnt ihr Euch sicher sein, dass das Fleisch für jedes einzelne Produkt aus Ställen stammt, die genau diesem Offenstallverein angehören.

Genauso wie wir, hat der Offenstallverein das Ziel, die Haltung der Schweine zu verbessern. Wir freuen uns, dass es eine solche Initiative gibt und wir arbeiten aus voller Überzeugung mit und unterstützen das Projekt, wo immer wir nur können.

Hier geht es zur Website: www.offenstallverein.com

Hier ein kleines Video, welches wir mit dem Hauptinitiator des Offenstallvereins gedreht haben:

KURZE WEGE

Alle wichtigen Schritte zur Wurst liegen eng beieinander. Wir vermeiden lange Strecken, wo es nur irgendwie geht. Alle Partner, die an unserer Wurst mitwirken, vom Landwirt bis zur fertig verpackten Wurst, liegen eng beieinander.

Insbesondere beim Transport der lebenden Schweine vom Landwirt bis zum Schlachthof wollen wir sicherstellen, dass die Transportwege kurz sind. Wir haben deshalb festgelegt, dass der Transport der lebenden Schweine innerhalb einer Stunde Autofahrt (exklusive Stau, den kann man nicht planen) abgeschlossen sein muss. Das entspricht in ungefähr dem Bereich, den Du oben auf dem Bild siehst. Wir schonen damit die Umwelt und stellen auch sicher, dass beim Transport den Tiere nicht unnötig Stress entsteht.

Welchen Weg genau deine Wurst gegangen ist, erfährt Du wenn Du den Tracking-Code eingibst.

Schlachtung

Der Schlachthof Brand lebt sein Handwerk in Verantwortung für Mensch und Tier seit Generationen. Der Schlachthof ist ein mittelständischer Familienbetrieb mit 60 Angestellten, geführt in 4. Generation mit Jahrzehnte langer Erfahrung. Niko, Junior Geschäftsführer, setzt sich persönlich dafür ein, dass der Schlachtprozess professionell und effektiv durchgeführt wird. Wir sind froh, dass sich Niko mit einem so hohen Niveau an Erfahrung und Professionalität dieser Aufgabe annimmt, denn die Schlachtung gehört mit zu den ethisch anspruchsvollsten Aufgaben der Fleischproduktion.

Der Schlachthof ist mit technisch allerneusten Einrichtungen für eine sorgsame Schlachtung ausgestattet. Es findet eine kontrollierte CO2 Betäubung vor der Tötung statt. Der Tod der Schweine tritt kurz nach erfolgter Betäubung durch einen kontrollierten Blutentzug ein.

Bei Brand wird alles vom Schwein genutzt. Hier werden auch die Teilstücke von unseren SuperMeatBoy-Schweinen verwertet, die wir bisher noch nicht nutzen können.

Über ein BHKW auf dem Betriebsgelände konnte die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden. Das Abwasser klärt der Betrieb selber auf dem Betriebsgelände.

Es wird auf keine Formen der Fremdarbeit wie z.B. Werkvertragsarbeiter oder Leiharbeitskräfte zurückgegriffen. Es arbeiten viele Nationalitäten bei Brand, aber alle verdienen deutlich über dem Mindestlohn, sind in der deutschen Sozialversicherung über die Fa. Brand angemeldet; ohne Kompromisse.
Die faire Entlohnung der Mitarbeiter ist ein fester Bestandteil der Betriebsphilosophie.

Wir waren auch schon mit der Kamera im Schlachthof: